Sepsis-Früherkennung

Grazer Forschende entwickeln eine bahnbrechende Methode, mit der eine Sepsis mittels Biomarkern bereits 2 bis 3 Tage vor Auftreten erster klinischer Symptome erkannt wird. Dies kann die Überlebenschance bei Blutvergiftungen durch Bakterien oder Pilze maßgeblich erhöhen.

Kontakt: Technische Universität Graz: csensen(at)tugraz.at

Nachweis viraler Erbinformation

in Abwasser

Dank einer neuen Methode kann das Erbgut von SARS-CoV-2 erstmals im Zulauf österreichischer Kläranlagen nachgewiesen werden. So lässt sich ein regionales Auftreten der Viren frühzeitig erkennen. Zwei österreichischen Forschungsgruppen – dem Team von Norbert Kreuzinger an der TU Wien und einer Gruppe rund um Heribert Insam von der Universität Innsbruck – gelang es nun gleichzeitig, das Erbmaterial von SARS-CoV-2 im Zulauf von zwei österreichischen Kläranlagen nachzuweisen.

Kontakt: Technische Universität Wien: norbkreu(at)iwag.tuwien.ac.at

Corona-Testkits

Ein Bestandteil von Corona Test-Kits, die jetzt sehr gebraucht werden, ist Meerrettichperoxidase. Die Forschungsgruppe “Integrierte Bioprozessentwicklung” unter der Leitung von Assoc. Prof. Oliver Spadiut hat ein Verfahren entwickelt, um diese Peroxidase synthetisch herzustellen.

Kontakt: Technische Universität Wien: oliver.spadiut(at)tuwien.ac.at

3D-Druck

Der 3D Druck wird im Kontext von Engpässen bei Beatmungsgeräten und Schutzausrüstung häufig diskutiert. Die Gruppe “3D-printing and Additive Manufacturing Technologies” geleitet von Prof. Robert Liska, Prof. Jürgen Stampfl, und Prof. Ovsianikov verfügt über Know-How und jahrelanger Erfahrung hinsichtlich Materialien und 3D-Druckverfahren. Schutzausrüstung für klinisches Personal ist dieser Tage weltweit Mangelware. Die TU Graz fertigt für die Steirische Krankenanstalten GmbH 10.000 dringend benötigte Gesichts-Schutzschilde im 3D-Druckverfahren.


Kontakt: Technische Universität Graz: christian.ramsauer(at)tugraz.at, Medizinische Universität Graz: philipp.metnitz(at)medunigraz.at

Plattform für Wirkstofftests

Forscher um Rainer Schneider vom Institut für Biochemie entwickeln gemeinsam mit Kolleg*innen des Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) und der BOKU Wien eine neue Plattformtechnologie, mit der die Pharmaindustrie sowohl die Suche und mögliche Produktion potenzieller SARS-CoV-2-Wirkstoffe beschleunigen und sicherstellen als auch effizientere Antikörpertests herstellen könnte.


Kontakt: Universität Innsbruck

Prüfung von Masken

Am Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen (Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften) haben Rainer Pfluger und sein Team einen Prüfstand eingerichtet, mit dem Filterproben und hochwertige medizinische Masken (FFP1 bis FFP3) getestet werden können. Die Forscher verfügen aus der Raumluftqualitätsforschung über hochgenaue Messgeräte zur Untersuchung von ultrafeinen Partikeln.


Kontakt: Universität Innsbruck

Monitoring im Abwasser

Dank einer neuen Methode konnten Forscher um Heribert Insam vom Institut für Mikrobiologie der Uni Innsbruck sowie Kollegen der TU Wien das Erbgut von SARS-CoV-2 im Zulauf österreichischer Kläranlagen nachweisen. Die entnommenen Proben können Rückschlüsse auf die Verbreitung der Infektionen in der Bevölkerung geben. Im Coron-A-Konsortium, an dem auch ein Team des Arbeitsbereichs Umwelttechnik beteiligt ist, bauen die Forscher ein österreichweites Frühwarn- und Monitoringsystem aufbauen.

Kontakt: Universität Innsbruck